Walter Mehring

Walter Mehring (Bühnenbild von Dirk Peemöller)
Walter Mehring (Bühnenbild von Dirk Peemöller für „Viel – Mehr – Mehring“ von und mit dem Theater des Goldenen Westens)

Der Lyriker, Essayist, Erzähler, Dramatiker und Übersetzer, wurde am 29. April 1896 in Berlin geboren. Sein Vater war der Journalist Sigmar Mehring, seine Mutter die Opernsängerin Hedwig Löwenstein.
Mehring gehört zu den Gründern des “Politischen Cabarets“ in Berlin und schrieb u.a. Texte für Max Reinhardts Kabarett “Schall und Rauch”. Seine von Tucholsky gerühmten Gedichte, Lieder und Chansons machten ihn früh berühmt – und verhaßt: viele seiner Bücher landeten am 10. Mai 1933 auf dem Scheiterhaufen. Walter Mehring entging seiner Verhaftung durch die SA nur knapp, emigrierte erst nach Paris, dann nach Wien und erneut nach Paris. In dieser Zeit entstanden die beiden Romane „Müller. Chronik einer deutschen Sippe“ und „Die Nacht des Tyrannen“.
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen floh er nach Südfrankreich. Dort wurde er 1939 interniert, konnte aber 1941 mit Hilfe von Valerian Fry in die USA entkommen.
Nach dem Kriege kehrte Walter Mehring nach Europa zurück. In Deutschland nicht mehr zu Hause, ging er erneut ins Exil – in die Schweiz. Am 3. Oktober 1981 beendete der Tod in Zürich seine Emigration.